Flüssiggas ist ein effizienter, netzunabhängiger Energieträger für moderne Haushalte. Es heizt Gebäude, sichert die Warmwasserbereitung und betreibt Küchenherde. Der Brennstoff kommt überall dort zum Einsatz, wo kein Erdgasnetz liegt. Dieser Überblick erklärt in einfachen Worten, was Flüssiggas ist und wie es funktioniert.
Woraus Flüssiggas besteht
Flüssiggas bezeichnet Propan, Butan oder deren Gemische. Im internationalen Raum ist die Abkürzung LPG üblich. Sie steht für Liquefied Petroleum Gas. Für die Heizung in Deutschland wird überwiegend Propan verwendet, weil es auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig verdampft.
Flüssiggas entsteht als Nebenprodukt bei der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in Raffinerien. Es ist farblos und in reinem Zustand geruchlos. Damit ein Austritt bemerkt werden kann, wird dem Gas ein deutlich riechender Geruchsstoff beigemischt.
Warum es „flüssig“ heißt
Unter normalem Druck ist Propan ein Gas. Setzt man es jedoch unter geringen Druck, wird es flüssig. In flüssiger Form nimmt es nur einen Bruchteil des Volumens ein, das es als Gas hätte. Genau das macht es so praktisch: Im Tank lagert es platzsparend als Flüssigkeit, und erst beim Entnehmen geht es wieder in den gasförmigen Zustand über.
Aus diesem Grund darf ein Flüssiggastank nie vollständig befüllt werden. Die Flüssigkeit dehnt sich bei Wärme aus, deshalb gilt ein maximaler Füllgrad von 85 Prozent. Der freie Raum darüber dient als Ausgleich.
Wofür Flüssiggas genutzt wird
Flüssiggas ist vielseitig einsetzbar. Die häufigsten Anwendungen im Haushalt sind:
- Heizung und Warmwasser über eine Gas-Zentralheizung
- Kochen auf dem Gasherd
- Kamin- und Gasöfen als zusätzliche Wärmequelle
Darüber hinaus wird Flüssiggas in Gewerbe und Landwirtschaft genutzt, etwa zur Trocknung, in Großküchen oder für Stapler-Antriebe. Wer mehr über die häusliche Nutzung wissen möchte, findet weitere Hinweise unter Flüssiggas und Von Öl auf Flüssiggas umstellen.
Wie das Gas ins Haus kommt
Anders als bei Erdgas gibt es kein durchgehendes Leitungsnetz. Das Flüssiggas wird daher in einem eigenen Tank auf dem Grundstück bevorratet. Dieser Tank wird per Tankwagen befüllt. Über eine Leitung gelangt das Gas dann zur Heizung oder zum Verbraucher im Haus.
Den Tank kann man kaufen oder mieten. Beide Wege haben Vor- und Nachteile, die wir im Beitrag Tank kaufen oder mieten ausführlich vergleichen. Einen Überblick über die gängigen Behältergrößen geben wir unter Flüssiggastank.
Sicher im Umgang
Flüssiggas ist seit Jahrzehnten erprobt. Damit es sicher bleibt, sind regelmäßige Prüfungen der Anlage vorgeschrieben. Üblich sind eine äußere Prüfung alle zwei Jahre und eine innere Prüfung alle zehn Jahre. Mehr dazu lesen Sie unter Prüfung & Sicherheit am Flüssiggastank.
Kurz zusammengefasst
Flüssiggas ist ein gut handhabbarer Energieträger, der überall dort sinnvoll ist, wo kein Erdgasanschluss vorhanden ist. Es wird flüssig im Tank gelagert, verbrennt nahezu ruß- und aschefrei und eignet sich für Heizung, Warmwasser und das Kochen.
Sie überlegen, auf Flüssiggas umzusteigen oder Ihre Versorgung neu zu ordnen? ChrisTherm berät und beliefert Sie in Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Brandenburg. Sprechen Sie uns an, wir erklären in Ruhe, was für Ihr Zuhause sinnvoll ist.
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