Der eigene Flüssiggas-Tank

Ein Flüssiggasbehälter oder auch Flüssiggaslagerbehälter bzw. Flüssiggastank genannt, ist ein stabiler aus Stahl gefertigter ortsfester Druckbehälter, in dem Flüssiggas sicher gelagert wird. Das so gelagerte Gas dient in der Regel zu Heiz- und Kochzwecken.

Flüssiggaslagerbehälter gehören zu den überwachungspflichtigen Druckbehältern und müssen regelmäßig einer äußeren (alle 2 Jahre) und inneren Prüfung (alle 5 bzw. 10 Jahre) unterzogen werden.

Bei Flüssiggasbehältern wird zwischen oberirdischer und erdgedeckter Aufstellung unterschieden. Dazu gehören:

  • Oberirdische Flüssiggaslagerbehälter
  • Erdgedeckte Flüssiggaslagerbehälter
  • Halberdgedeckte Flüssiggaslagerbehälter

Flüssiggasbehälter werden in Deutschland im Wesentlichen in folgenden Standardgrößen angeboten:

  • 2.700 Liter (1,2 Tonnen)
  • 4.850 Liter (2,1 Tonnen)
  • 6.400 Liter (2,9 Tonnen)

Ich habe Interesse an einem eigenen Flüssiggastank

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Bemerkungen / sonstige Mitteilung

Oberirdische Aufstellung

Oberirdische Aufstellung

Ein oberirdisch aufgestellter Flüssiggasbehälter ist zugleich auch die preiswerteste Aufstellungsvariante.

In der Regel genügt eine Fundamentplatte auf verdichtetem Untergrund, um die Standfestigkeit des Flüssiggas-Tanks zu gewährleisten. Die Größe der Fundamentplatte richtet sich dabei nach der Größe der Projektionsfläche des Flüssiggas-Behälters.

Allgemeine Informationen

Max. zulässiger Druck PS:

15,6 bar

höchstzulässige Füllung:

85 %

Volumen V:

siehe Tabelle

Gasart:

Butan/Propan

zul. min./max. Temperatur TS:

-20/+40

Nenninhalt (liter) A ø (mm) B ø (mm) C ø (mm) D ø (mm) E ø (mm) F ø (mm) G ø (mm) Gewicht (kg)
990 800 2225 1420 450 950 1120 150 260
1600 1250 1570 687 800 1400 1570 150 400
2700 1250 2480 1600 800 1400 1570 150 530
4850 1250 4280 2000 800 1400 1570 150 800
6400 seitl. 1250 5500 3500 800 1400 1570 150 1100
6400 seitl. 1250 5500 3500 800 1400 1570 150 1100

Halboberirdische Einlagerung

Halboberirdische Einlagerung

Anstelle der erdgedeckten Einlagerungen können Flüssiggaslagerbehälter auch halboberirdisch eingelagert werden. Immer dann, wenn Auftrieb durch ungünstige Grundwasserverhältnisse zu befürchten ist, kommt diese Methode der Einlagerung zum Tragen. Man kann den Flüssiggaslagerbehälter auch dann halboberirdisch einlagern, wenn er unauffällig in das Landschaftsbild eingefügt werden soll. Halboberiridisch eingelagerte Flüssiggastanks sind mit hochwirksamen Korrosionschutz aus Epoxidharz versehen. Die Herstellung der Einlagerungsgrube sollte nach einem festgelegten Schema vorgenommen werden. Besonders zu beachten ist, dass bei den Verfüllarbeiten nur steinfreies Material verwendet und die Korrosionsschutzschicht des Flüssiggastanks nicht beschädigt wird.

Allgemeine Informationen

Max. zulässiger Druck PS:

15,6 bar

höchstzulässige Füllung:

85 %

Volumen V:

siehe Tabelle

Gasart:

Butan/Propan

zul. min./max. Temperatur TS:

-20/+40

Nenninhalt (liter) A ø (mm) B ø (mm) C ø (mm) Gewicht (kg)
990 800 2225 970 260
2700 1250 2480 1420 530
4850 1250 4280 1420 800
6400 seitlich 1250 5500 1420 1100
6400 mittig 1250 5500 1420 1100

Erdgedeckte Einlagerung

Erdgedeckte Einlagerung

Die unterirdische Einlagerung eines Flüssiggas-Behälters ist zwar nicht die preiswerteste Methode einen Flüssiggastank aufzustellen, doch ist sie wartungsarm, langlebig und der Flüssiggas-Tank ist in Ihrem Garten nicht sichtbar. Bei dieser Art der Einlagerung ist vor allem zu beachten, dass auf den Flüssiggas-Tank keine Auftriebskräfte durch Grundwasser einwirken können. Wenn nicht sichergestellt werden kann, dass vorhandenes Wasser rasch versickern kann, muss der Flüssiggas-Tank mit einer entsprechenden Auftriebssicherung versehen werden.

Erdgedeckt eingelagerte Flüssiggas-Behälter sind mit hochwirksamem Korrosionsschutz aus Epoxidharz versehen. Die Herstellung der Einlagerungsgrube sollte nach einem festgelegten Schema vorgenommen werden. Besonders zu beachten ist, dass bei den Verfüllarbeiten nur steinfreies Material verwendet und die Korrosionsschutzschicht des Flüssiggas-Tanks nicht beschädigt wird.

Für die Auftriebssicherung und Gründung des Flüssiggas-Tanks werden spezielle Bausätze angeboten, die je nach Tankgröße alle notwendigen Materialien enthalten.

Allgemeine Informationen

Max. zulässiger Druck PS:

15,6 bar

höchstzulässige Füllung:

85 %

Volumen V:

siehe Tabelle

Gasart:

Butan/Propan

zul. min./max. Temperatur TS:

-20/+40

Nenninhalt (liter) A ø (mm) B ø (mm) C ø (mm) Gewicht (kg)
1600 1250 1570 1920 400
2700 1250 2480 1920 530
4850 1250 4280 1920 800
6400 seitlich 1250 5500 1920 1100
6400 mittig 1250 5500 1920 1100
Vergleich Flüssiggasbehälter Oberirdisch Oberirdisch Halboberirdisch Halboberirdisch Unterirdisch Unterirdisch
Nenninhalt (Liter) 2.700 – 6.400 2.700 – 6.400 2.700 – 6.400
Preise (€) 2.600 – 3.700 3.100 – 4.400 2.900 – 4.200
Nebenkosten Spedition, Betonplatte, Aufstellungsprüfung, Behälterschloss, Installation Spedition, Grube, ISO- Test, Aufstellungsprüfung, Behälterschloss, Installation Spedition, Abdeckkappen für Trageösen, ISO-Test, ggf. Aufstellungsprüfung, Behälterschloss, Installation
Lebensdauer (a) ca. 30 – 50 ca. 30 – 50 ca. 40 – 60
Prüfungskosten äußere Prüfung 2-jährig (€) ca. 40 – 80 ca. 40 – 80 ca. 40 – 80
Prüfungskosten innere Prüfung 10-jährig (€) ca. 250 – 500 ca. 500 – 650 ca. 500 – 650
Vorteile Preiswerteste Aufstellungsvariante. Günstige Wartungen. Einfachere, kostengünstigere Installation. Einfache Lokalisierung und Reparatur von Schäden. Alternative zum unterirdischen Flüssiggastank, bei ungünstigen Grundwasserverhältnissen. Fügt sich unauffällig ins Landschaftsbild ein. Wartungsarm und langlebig. Ist vor thermischen Einflüssen geschützt. Ist nur wenig sichtbar. Fläche über dem Tank ist bepflanzbar.

Was passiert nach der Bestellung des Tanks

Infografiken
01. Angebot
02. Bestellung
03. Lieferung des Flüssiggastanks
04. Aufstellung und Installation
05. Prüfung
06. Erstbetankung
07. Erstinbetriebnahme

FAQ

Was ist ein Flüssiggasbehälter?

Flüssiggasbehälter sind ortsfeste Druckgeräte zum Lagern von Flüssiggas. Sie werden an ihrem Aufstellungsort befüllt. Flüssiggasbehälter sind Druckgeräte nach der Richtlinie 97/23/EG.

Welche Hersteller von Flüssiggasbehältern gibt es?

In Deutschland sind Hersteller wie Kadatec, STAG oder Eurotank bekannt. Als Endkunde können Sie jedoch nur über einen Flüssiggas-Versorger oder ein Flüssiggas-Serviceunternehmen einen Flüssiggastank erwerben.

Welche Aufstellungsarten von Flüssiggasbehältern gibt es?

  • Oberirdisch im Freien aufgestellte Flüssiggasbehälter
  • Oberirdisch in Räumen aufgestellte Flüssiggasbehälter
  • Erdgedeckte Flüssiggasbehälter - als erdgedeckt eingelagert gelten Flüssiggasbehälter, die allseits mit mindestens 0,5m Erde überdeckt sind
  • Halboberirdische Flüssiggasbehälter – als halboberirdisch eingelagert gelten Flüssiggasbehälter, wenn die untere Hälfte des Flüssiggasbehälters bis zur waagerechten Behälterachse nach den Bedingungen für erdgedeckte Flüssiggasbehälter in die Erde eingelagert sind

Welche Größen von Flüssiggasbehältern gibt es?

Flüssiggasbehälter werden in Deutschland im Wesentlichen in den Standardgrößen 2.700 Liter (1,2 Tonnen), 4.850 Liter (2,1 Tonnen) und 6.400 Liter (2,9 Tonnen) angeboten.

Welche Abmessungen haben diese Standardgrößen von Flüssiggasbehältern?

Alle Flüssiggasbehälter in den Standardgrößen kleiner als 3 t Fassungsvermögen haben einen Durchmesser von 1.250 mm. Der kleinste Behälter (1,2 t) ist 2.480 mm, der mittlere (2,1 t) 4.250 mm und der große Behälter (2,9t) 5.500 mm lang.

Mit welchen Armaturen ist ein Flüssiggasbehälter ausgerüstet?

Die Ausrüstung eines Flüssiggasbehälters besteht aus folgenden technischen Einrichtungen:

  • Sicherheitsventil
  • Gasentnahmeventil
  • Peilventil
  • Überfüllsicherung
  • Sicherheits-Manometer
  • Prüfanschluss für Manometer
  • Füllventil
  • Flüssigentnahmeventil zur Behälterentleerung
  • Inhaltsanzeiger nicht geeicht

Welche Lebensdauer haben Flüssiggasbehälter?

Die Lebensdauer von Flüssiggasbehältern beträgt ca. 40 Jahre, bei sehr guter Pflege durchaus auch bis zu 60 Jahren.

Warum werden Flüssiggasbehälter nur bis max. 85% befüllt?

Ortsfeste Flüssiggasbehälter müssen zwingend einen Sicherheitspuffer aufweisen, da sich das Flüssiggas bei Wärme ausdehnt. Dieser Puffer beträgt bei allen Flüssiggasbehältern 15%, so dass die entsprechende Füllmenge bei maximal 85% liegt.

Wo befindet sich die Inhaltsanzeige am Flüssiggastank?

Die Inhaltsanzeige bei einem oberirdischen und halboberirdischen Tank befindet sich außerhalb der Armaturenhaube, durch eine separate Abdeckung geschützt. Am unterirdischen Tank befindet sie sich im Domschacht. Die Anzeige hat einen rot gekennzeichneten Bereich von 0 % bis 20 %.

Welche Größe ist für den Flüssiggasbehälter zu empfehlen?

Der Tankinhalt sollte den Jahresbedarf an Flüssiggas abdecken können. Ein größerer Flüssiggastank ist sehr oft von Vorteil. Sie können Schwankungen der Flüssiggaspreise ausnutzen und tanken, wenn die Preise günstig sind.

Wer kümmert sich beim Tank und der Flüssiggas-Anlage um die Prüfung? Wie oft muss geprüft werden?

Flüssiggas-Anlagen sind für einen sicheren Betrieb wiederkehrend zu prüfen. Die äußere Prüfung ist alle zwei Jahre durch eine zur Prüfung befähigte Person nach BetrSichV vorzunehmen. Die innere Prüfung erfolgt alle zehn Jahre durch einen Sachverständigen einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) wie DEKRA oder TÜV. Auch die Niederdruck-Rohrleitungen, die den Flüssiggasbehälter mit der Heizungsanlage im Haus verbinden, müssen geprüft werden – in der Regel ist das alle zehn Jahre, beispielsweise durch Ihren Heizungsfachbetrieb.

Kann im Rahmen der Belieferung mit Flüssiggas auch die äußere (2-jährige) Prüfung des Flüssiggastanks durchgeführt werden?

Ja, wir bieten eine äußere Prüfung im Rahmen der Betankung an.

Flüssiggastank mieten oder kaufen?

Unser Rat:

  • Kauf ohne einen Gasliefervertrag und ohne einen Wartungsvertrag. Der eigene Flüssiggastank ist somit Ihr Garant für günstige Flüssiggaspreise.
  • Beratung und Informationen von unabhängiger Stelle. Sie erhalten neutrale Informationen bei den Verbraucherzentralen, beim Bund der Energieverbraucher und in Publikationen der Stiftung Warentest.

Um Verbraucher zu informieren, haben die Verbraucherschützer folgende Tipps zusammengefasst.

Ein Gastank kann gemietet oder gekauft werden, sogar ein Mietkauf ist möglich. Wer das Geld für einen Kauf nicht aufbringen kann, wird auf Sicht die teurere Variante der Miete wählen müssen. Eine Alternative dazu ist der Mietkauf, bei dem von vornherein festgelegt wird, dass der Kauf nach beispielsweise fünf Jahren unter Anrechnung der bis dahin gezahlten Beträge erfolgt.

Wesentlich wichtiger ist aber die Sicherung der flexiblen Einkaufsmöglichkeiten des Flüssiggases selbst, da die Preisunterschiede der Anbieter enorm sind. Besonders auffällig sind diese Differenzen zwischen den Unternehmen, die ihre Kunden vertraglich verpflichten, nur bei ihnen ihr Gas zu kaufen und denen, die auch einzelne Belieferungen anbieten. Die Marktbeobachtungen der Verbraucherzentrale in der Vergangenheit zeigten, dass Verbraucher, die sich an einen Anbieter binden, oft mit extrem höheren Preisen rechnen müssen.

Die beste Variante für den Verbraucher ist letztlich der Kauf eines Tankes ohne vertragliche Bindung an einen Lieferanten. So kann immer der jeweils günstigste Anbieter gewählt und Geld gespart werden. Natürlich muss man dann für die Wartung der Anlage selbst sorgen. Das ist über den TÜV aber unproblematisch möglich und außerdem oft kostengünstiger als beispielsweise über einen Wartungsvertrag innerhalb eines Mietverhältnisses.

Auch der oft als Gegenargument genannte Versicherungsschutz bereitet keine Probleme, da sowohl die Sach- als auch Haftpflichtversicherung unkompliziert mit dem Versicherer geregelt werden kann. Als weiteres Problem bei der "Eigenversorgung" wird immer wieder ins Feld geführt, die Liefersicherheit sei nicht gewährleistet. Der Verbraucherzentrale ist aber kein einziger Fall bekannt, in dem Verbraucher, die ihren Tank befüllen wollten und das auch bezahlen konnten, kein Gas bekamen. Außerdem kann man sicher sein, dass die Gasqualität aller Anbieter der DIN 51622 entspricht.

Vielen Verbrauchern ist die Möglichkeit der freien Wahl des Anbieters allerdings durch lange Tank-Mietverträge und der gleichzeitigen Lieferbindung erschwert. Wer die Vertragskündigung und den Aufwand für die Organisation der "Eigenversorgung" scheut, sollte wenigstens Preisvergleiche anstellen und mit dem Vertragspartner verhandeln. Wer hartnäckig ist, kann den Preis erheblich drücken. Es gibt Beispiele, bei denen Kunden bei den Unternehmen Nachlässe von bis zu 40 Prozent erreicht haben.

Eine weitere mögliche Falle: Für eine einmalige Anschlussgebühr sowie ein monatliches Entgelt kümmert sich der Lieferant sowohl um den Hausanschluss als auch um den Tank samt rechtzeitigem Nachschub. Über eine Einzelzähleranlage wird der Verbrauch erfasst und am Jahresende abgerechnet. Der Haken: Möchte ein Verbraucher zu einem günstigen Saisonpreis tanken, ist das nicht möglich, da der Füllzeitpunkt im Ermessen des Lieferers liegt. Diese Problemkonstellation tritt übrigens auch bei den so genannten Ortsnetzen auf, bei denen mehrere Häuser von einem Tank versorgt werden. Ein Wechsel ist zwar auch hier möglich, in der Praxis aber ebenfalls erst einmal teuer. Denn dann baut der Altversorger nämlich nicht nur seine ganze Technik ab, dem Kunden gehen in der Regel auch mehrere hundert, wenn nicht sogar tausend Euro verloren – für die einmalige Anschlussgebühr, die gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit fällig wird sowie für den Aufbau einer neuen Versorgungsanlage. Ob eine Kündigung eines solchen Vertrages möglich und wirtschaftlich ist, muss im Einzelfall geklärt werden. Die Verbraucherzentrale gibt dabei Hilfe und Unterstützung.

Wie weise ich nach, dass der Flüssiggastank mein Eigentum ist?

Das Wichtigste: Kein Gas ohne Eigentumsnachweis. Der Nachweis erfolgt an Hand eines Kaufbeleges, Rechnung oder Herstellerbescheinigung /Konformitätserklärung. Selbstverfasste Eigentumserklärungen oder Grundstückskaufnachweise werden nicht anerkannt.

Woher bekomme ich Informationen zum Anbieterwechsel?

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